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Wege zur Pro­mo­ti­on

Pro­motions­finan­zie­rung

Die Fi­nan­zie­rung des Lebensunterhaltes ist formal unabhängig von der Pro­mo­ti­on und kann aus ver­schie­de­nen Finanzierungsquellen erfolgen.

Die Arten der Fi­nan­zie­rung un­ter­schei­den sich nicht nur nach der Höhe des monatlichen Einkommens: So gibt es bei­spiels­weise Un­ter­schie­de hinsichtlich der Einbindung in For­schung und Lehre der Pro­fes­sur oder hinsichtlich der Kontaktmöglichkeiten zu außeruniversitären Arbeitgebern. Abhängig davon, wie viel Zeit Sie für Ihre Dissertation auf­brin­gen kön­nen, kann sich die Wahl der Fi­nan­zie­rung auch auf die Gesamtdauer der Pro­mo­ti­on aus­wir­ken.

Eine Frau geht auf eine Kreuzzung zu © Pixource ​/​ Pixabay

Je nach Finanzierungsart sammeln Promovierende unterschiedliche Berufserfahrungen und bauen unterschiedliche professionelle Netzwerke auf. Die Pro­motions­finan­zie­rung hat so einen direkten Einfluss auf Ihren wei­te­ren Karriereweg.

Wissen­schaft­liche Mitarbeit

Die Anstellung als wis­sen­schaft­liche Mit­ar­bei­te­rin bzw. wis­sen­schaft­licher Mit­ar­bei­ter ist der Regelfall und erfolgt je nach Fachbereich mit un­ter­schied­lichen Stellenanteilen. Die Anstellung erfolgt befristet, an der TU Dort­mund mit einer Laufzeit für min­des­tens drei Jahre bei der ersten Einstellung. Im Regelfall ist eine Be­tei­li­gung an der Lehre verpflichtend.

Sie kön­nen sich sowohl auf Stellenausschreibungen als auch initiativ bewerben (auch durch eine informelle Anfrage bei einer potenziellen Betreuerin bzw. ei­nem einer potenziellen Betreuer). Alle ausgeschriebenen wis­sen­schaft­lichen Stellen finden Sie auf der zen­tra­len Platt­form für Stellenausschreibungen.

Je nach Fachkultur kann ein Exposé eines eigenen For­schungs­pro­jekts von Ihnen erwartet wer­den.

Das Gehalt von wis­sen­schaft­lichen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter richtet sich nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L). In der Regel wer­den Promovierende in die Entgeltgruppe E 13 eingruppiert.

Zu beachten ist auch der Stellenumfang: Werden Mitarbeitenden-Stellen bei­spiels­weise als 65%-Stelle aus­ge­schrie­ben, bedeutet dies, dass die wöchentliche Arbeitszeit formal 65% einer Vollzeitstelle entspricht (im Regelfall ar­bei­ten Promovierende jedoch deutlich mehr). Das Gehalt beträgt dann eben­falls 65% des Jahresbruttolohns einer Vollzeitstelle.

Ihr ungefähr zu erwartendes Einkommen kön­nen Sie mit dem TV-L-Rechner ermitteln.

Die Pro­mo­ti­on ist ein zeitlich begrenztes Projekt. Daher sind auch Promotionsstellen in der Regel zeitlich befristet. An der TU Dort­mund wer­den Mitarbeitenden-Stellen für die Pro­mo­ti­on in der Regel auf 3 Jahre befristet. Eine Verlängerung ist grund­sätz­lich mög­lich (anders als bspw. bei ei­nem Sti­pen­dium), hängt jedoch von vie­len Faktoren ab und wird auf Ebene der Pro­fes­sur entschieden.

Die Befristung geschieht auf Grundlage des Wis­sen­schafts­zeit­ver­trags­ge­setz­es (WissZeitVG). Es sieht vor, dass wis­sen­schaft­liche Mit­ar­bei­ten­de zum Zweck ihrer Pro­mo­ti­on für max. 6 Jahre an der Uni­ver­si­tät be­schäf­tigt wer­den kön­nen. Unter be­stimm­ten Voraus­setz­ungen kann sich dieser Zeitraum verlängern, zum Bei­spiel für Eltern oder Men­schen mit Be­hin­derung.

Sti­pen­di­en

Das Promotions­stipendium sichert Pro­mo­vie­ren­den ihren Lebensunterhalt und verschafft be­son­de­re Unabhängigkeit in der Forschungstätigkeit. Darüber hinaus ist das Sti­pen­dium auch als per­sön­li­che Aus­zeich­nung zu be­trach­ten. Eine Vielzahl von Stiftungen und Organisationen fördert Promovierende finanziell und ideell. Es hat aber auch Nachteile.

Da ein Sti­pen­dium keine sozialversicherungspflichtige Be­schäf­ti­gung ist, müs­sen Promovierende sich selbst krankenversichern und kön­nen nach Auslaufen des Stipendiums kein Arbeitslosengeld I beziehen. Sollten Sie zusätzlich einer Be­schäf­ti­gung nachgehen wol­len, sind die Arbeitszeit- und Zuverdienst-Begrenzungen des jeweiligen Stipendiengebers zu beachten.

Mehrere Keramikschalen gefüllt mit Kleingeld © Dean Moriarty​/​Pixabay

Aufgrund großer Un­ter­schie­de in Förderumfang, Be­wer­bungs­ver­fah­ren und -fristen ist es hilfreich, einen ersten Überblick zu ge­win­nen und die Suche nach ei­nem Sti­pen­dium zu strukturieren. Das Gra­du­ier­ten­zen­trum berät Sie gerne zu Promotions­stipendien und un­ter­stützt Sie bei der Be­wer­bung.

Die 13 Begabtenförderungswerke sind die größten Stipendiengeber für Stu­die­ren­de und Promovierende in Deutsch­land. Zu ihnen zählen die Studienstiftung des Deut­schen Volkes sowie Förderwerke mit einer Bindung zu politischen Parteien, Arbeitgebern, Gewerkschaften und Konfessionen.

Die För­de­rung der Begabtenförderungswerke erfolgt themenoffen sowohl auf finanzieller als auch auf ideeller Ebene. In der Regel beträgt der Stipendiensatz 1.350 Euro pro Monat (plus Pauschalen und Familienzuschläge) für einen Zeitraum von maximal 36 Monaten. Zusätzlich findet eine ideelle För­de­rung durch Fort­bil­dun­gen und Netzwerkaktivitäten statt.

Gesucht wer­den Bewerberinnen und Bewerber, die sich durch ex­zel­len­te For­schung und gesellschaftliches Engagement aus­zeich­nen. Einen Überblick über die Begabtenförderungswerke finden Sie auf der ge­mein­samen Website Sti­pen­dium Plus.

Eine Vielzahl von Stiftungen vergibt Sti­pen­di­en entweder in einzelnen Fachgebieten oder zu spezifischen Querschnittsthemen. Da es Hunderte verschiedener Promotions­stipendien gibt, empfiehlt sich die Nutzung einer Stipendiendatenbank.

  • Über die Website Stipendienlotse des Bundesministeriums für Bil­dung und For­schung kön­nen Sie schnell nach Sti­pen­di­en suchen.
  • Eine detaillierte Suche und Sortierung nach Bewerbungsfristen er­mög­licht die Datenbank für Elektronische ForschungsförderInformationen (ELFI). Melden Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse der TU Dort­mund an, um Zugriff auf alle Funktionen zu er­hal­ten.
  • An der TU Dort­mund vergibt etwa die Graduate School of Logistics regelmäßig Sti­pen­di­en, die durch Un­ter­neh­men finanziert wer­den.

Die TU Dort­mund vergibt in Zu­sam­men­arbeit mit dem DAAD Abschluss-, Matching Funds- und Jahresstipendien an in­ter­na­ti­o­na­le Promovierende.

In­for­ma­ti­onen zu Voraus­setz­ungen und zum Be­wer­bungs­ver­fah­ren finden Sie auf der Website des Referat Inter­natio­nales.

Externe Anstellung

Grundsätzlich ist es mög­lich, wäh­rend der Pro­mo­ti­on außerhalb der Uni­ver­si­tät angestellt zu sein, etwa bei ei­nem außeruniversitären For­schungs­in­s­ti­tut oder in einer wissenschaftsfernen Be­schäf­ti­gung. Externe Promotionen unterliegen denselben Regeln wie an der TU Dort­mund durchgeführte Promotionen.

Die häufigsten Arten der externen Pro­mo­ti­on sind:

Promovierende sind bei einer AUF angestellt, zum Bei­spiel bei ei­nem Institut der Max-Planck-Gesell­schaft, der Leibniz Gemeinschaft oder der Fraunhofer-Gesell­schaft. Sie forschen im Institut, wer­den jedoch von ei­nem Professor oder einer Professorin der TU Dort­mund betreut und pro­mo­vieren nach einer Promotionsordnung der TU Dort­mund. Die Angebote des Gra­du­ier­ten­zen­trums stehen ihnen offen.

Promovierende sind in der Privatwirtschaft angestellt und forschen explizit für ihr Un­ter­neh­men. In der Regel wer­den solche Anstellungen von den Un­ter­neh­men als Promotionsstelle be­wor­ben (auch wenn Promotionsrecht und -kriterien alleinig bei den Hoch­schu­len liegen). Die Pro­mo­vie­ren­den wer­den jedoch von ei­nem Professor oder einer Professorin der TU Dort­mund betreut und pro­mo­vieren nach einer Promotionsordnung der TU Dort­mund. Die Angebote des Gra­du­ier­ten­zen­trums stehen ihnen offen.

Promovierende sind berufstätig außerhalb des Forschungsbetriebs und verfolgen ih­re For­schung in ihrer Freizeit. Diese Form der Pro­mo­ti­on stellt be­son­ders hohe An­for­de­run­gen an Zeit- und Selbst­ma­na­ge­ment und Motivation.

Die Pro­mo­vie­ren­den wer­den jedoch von ei­nem Professor oder einer Professorin der TU Dort­mund betreut und pro­mo­vieren nach einer Promotionsordnung der TU Dort­mund. Die Angebote des Gra­du­ier­ten­zen­trums stehen ihnen offen.

Weitere In­for­ma­ti­onen für Pro­mo­tions­in­te­res­sierte­

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Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.